Mara Luna

Hallo ihr Lieben,

nun ist sie endlich auf dieser Welt angekommen,  unsere kleine Minilaus und wir sind unglaublich dankbar und glücklich,  dass sich noch so ein zauberhaftes Menschenkind uns als Eltern ausgesucht hat!

Um auch euch ein wenig an diesem Erlebnis teilhaben zu lassen,  möchte ich euch gerne berichten,  wie wir diesen Tag erlebt haben.
Für alle,  die gerne romantische Geburtsberichte lesen sei gleich vorweg gesagt,  dass es durchaus auch Passagen gab, die sich fernab  jedweder Romantik abspielten.

Der Morgen des 28.08.2013 begann wie immer. Ich weckte die Laus zur gewohnten Zeit, richtete sie für die Kita und brachte sie schließlich auch dort hin. Auf  dem Rückweg,  mit lecker Brötchen im Gepäck, traf ich eine Frau aus meinem Geburts – Vorbereitungskurs, die eigentlich mit mir  am 24 08.2013 Termin gehabt hätte. Sie schob ihre kleine Motte schon munter  im Kinderwagen durch die Gegend und erzählte mir, dass sie ihr Baby 3 Wochen eher bekommen hätte, aber alles gut verlaufen war.

Daheim angekommen,  frühstückte ich erst einmal gemütlich,  schaute dumne Serien im TV und schrieb nebenher mit Freundinnen und Kolleginnen über Facebook und WhatsApp.  Teils sehr ernst,  weil ich schon etwas Angst hatte, ob mit dem kleinen Zwerg alles gut ist,  aber teils eben auch flapsig, so von wegen, ich solle mal meinen faulen Hintern bissi vom Sofa bewegen um die Wehen in Gang zu bringen……Gegen halb 10 verspürte ich eine große Müdigkeit und beschloss,  mich noch ein wenig auszuruhen.

Ca. eine Stunde später wachte ich allerdings wieder auf und merkte,  dass etwas anders war. Irgendwie spürte ich ein leichtes Ziehen im Unterleib, dass sich ca. alle 20 Minuten wiederholte. Das waren definitiv die ersten Wehen und so entschied ich diesmal, meinen Mann gleich zu informieren,  um auf Nummer sicher zu gehen.

Während er auf der Heimfahrt war,  packte ich meine restlichen Sachen ins Köfferchen und nutzte die Zeit, um noch schnell unter die Dusche zu hüpfen und mein „Geburtsoutfit“ anzulegen, dass ich schon bei der Laus getragen hatte.

Gegen kurz nach halb 12 starteten wir dann gen Krankenhaus, noch imner guter Dinge und mit erträglichen Wehen. Irgendwie hatte ich etwas Angst,  dass alles nur ein Fehlalarm war und sie mich wieder heim schickten, doch war dem nicht so.

Als wir kurz nach 12 im Krankenhaus ankamen,  wurde ich für eine halbe Stunde ans CTG angeschlossen und gründlich untersucht.  Auch wenn die Wehen nicht sehr häufig und stark waren,  wollte nan mich dennoch da behalten,  da ja der Muttermund schon bei ca. 3 cm und sehr weich war. Also wurde mir erst einmal mein  Zimmer gezeigt, in dem sich schon eine Frau befand,  die bereits entbunden hatte. Sie hatte einigen Besuch da und irgendwie fühlte ich mich da etwas komisch,  denn meine Wehen wurden plötzlich relativ stark und ich hatte imner etwas den Anspruch,  mich vor diesen Menschen etwas zusammen zu reißen,  was aber dann gegen halb 4 definitiv nicht mehr möglich war.

Wehen alle 2- 3 Minuten, also wieder in den Kreißsaal. Hier wurde schnell klar, dass nun alles sehr schnell gehen würde, also wurde ich direkt wieder verkabelt und durfte auf der Liege platz nehmen. Da die Fruchtblase noch immer intakt war, wurde sie nun von der Hebamme geöffnet. Wie schon bei der Laus damals, war das Fruchtwasser wieder grün was bedeutet, dass das Baby im Bauch schon etwas im Stress war. Kurze Zeit später setzten auch schon heftigste Presswehen ein, diesmal war, ob der enormen Geburtsgeschwindigkeit, keine PDA mehr möglich und so erlebte ich eine ganz unverfälschte Geburt. Ich möchte nichts beschönigen, die Schmerzen waren aus der Hölle, ich glaube bisher hat man mich noch nie so fluchen gehört, aber trotzdem bin ich, im Nachhinein betrachtet froh, dass es so gekomnen war.

Um 16:06 Uhr erblickte unsere kleine Mara dann das Licht der Welt. Von einer Sekunde auf die Andere war der Schmerz verschwunden und da lag sie nun auf meinem Bauch und wir durften einander kennen lernen……..
image
Bis zu dem Moment als bemerkt wurde, dass die Plazenta unvollständig war und eine immense Blutung einsetze. Ich spürte, wie es lief und lief. Plötzlich brach große Panik aus. Die Ärztin, die zwischenzeitlich mit uns allein im Kreißsaal war, brüllte sich am Telefon ein OP Team zusammen, sie tat mir richtig leid. Keiner weit und breit, nur sie, mein Mann, Mara und ich und unsagbar viel Blut. Irgendwann waren dann mal alle vollständig, mein Mann wurde mit Mara ins Nebenzimmer verfrachtet und man eröffnete mir, dass nun eine Ausschabung unter Vollnarkose gemacht werden musste. In mir drehte sich das große Gedankenkarusell. Was ist, wenn ich nicht mehr aufwache…..ich konnte mich nicht einmal von meinem Mann verabschieden…….! Dunkelheit……Stille!

Gott sei Dank ging alles gut. Irgendwann hielt ich unser kleines Lausebaby wieder in meinen Armen und konnte sie endlich anlegen. Eng an einander gekuschelt verbrachten wir nun noch einige Stunden im Kreißsaal, bis wir dann so gegen 21:30 Uhr auf unser Zimmer gebracht wurden.

Trotz des ziemlich turbulenten Starts geht es uns beiden heute, genau eine Woche später recht gut, Mara wächst und gedeiht, das Stillen klappt wieder erwarten erstaunlich gut, mein Körper läuft, trotz der 1, 5 Liter Blutverlust, zu Höchstformen auf und produziert Unmengen an Milch. Meine Hebamme ist rundum zufrieden, was mich natürlich von Tag zu Tag entspannter werden lässt.

In den nächsten Tagen lest ihr, wie es uns sonst so erging, von Babyblues, Hebammenbesuchen und großen Schwestern.

Im Übrigen danke ich euch allen noch einmal ganz ganz herzlich für eure Glückwünsche, euren Zuspruch und eure große Anteilnahme. Ich habe mich unglaublich über all eure Kommentare, Nachrichten und Geschenke gefreut. Ihr seid einfach die Besten und ich bin stolz, euch als Leser zu haben.

LG von Nicole