Der Onkel gibt dir Schokolade

Guten Abend zusammen,

als  wir gestern  mit den  Läusen  auf  Cachertour waren, hatten wir eine sehr  unangenehme  Begegnung, vor der  es  wohl allen Eltern graut. Die Begegnung  mit dem  „netten  Onkel  von  nebenan“.
Weiterlesen

Rechtfertigungsfrust

Hallo zusammen,

seit ich Kinder habe, komme ich aus täglichen  Rechtfertigungsorgien nicht mehr heraus.
Warum darf sich  das Kind nicht bis zum Anschlag  mit Süßkram vollstopfen?
– Warum muss das  Kind  bei kaltem  Wetter ne Mütze  aufziehen und darf nicht strümpfig rumrennen?
– Warum müsst  ihr  schon  gehen
– Warum ist für  euch ne Feier  um 12 Uhr ungeschickt?
– Warum müssen  deine  Kinder ihr Essen gegessen  haben,  bevor  es Nachtisch  gibt?

Kennt ihr diese  Fragen  auch? Ertappt  ihr euch  auch  ständig  dabei, euch  zu  rechtfertigen  und  zu erklären?

Ganz am  Anfang  war ich  noch geduldig.  Jeder der fragte,  bekam eine  ausführliche  Antwort. „Süßkram muss  nicht  täglich  sein,  sorry, aber 20 Uhr ist für die Kinder spät,  Mitagsschlaf ständig  ausfallen  lassen  ist nicht  gut, …..blablablaaaa. Genau so gut  hätte  ich  an eine  Wand  reden können. Es vergeht  keine  Woche!!! in der ich mich nicht wiederholen  muss und neeeeein,  es sind nicht  immer unterschiedliche Menschen, die  da mit Verwunderung und Unverständnis  reagieren, es  sind IMMER die Selben und wisst ihr was? ES GEHT MIR MEEEEGA AUF DEN ZEIGER! So viel  Ignoranz, Desinteresse und  Oberflächlichkeit schreit  mal sowas von zum Himmel, dass ich nicht mehr  anders  kann…nein WILL…Ich muss euch einfach anpflaumen,  euch zeigen,  dass  mich eure Gleichgültigkeit ankotzt, jawoll,  ANKOTZT!

Lasst uns doch  einfach  machen. Unser  Nein  heißt  nein und damit Feierabend.  Unsere  Kinder, unsere  Erziehung! Statt dessen empfehle  ich  euch  dringend,  etwas gegen  euren  enormen „Gedächtnisverlust“ zu tun!

Ziemlich  genervte  Grüße  von der bösen  und  so intoleranten Mama Nicole

Ohne Gesichtsverlust

Hallo ihr Lieben,

in der Kindererziehung lernt man nie aus, das musste ich schon oft feststellen.
Ich bin ja sehr offen für Ratschläge, wenn sie so in meine Richtung passen. Oft sind es genau sie, die meinen etwas festgefahrenen Blickwinkel wieder in eine andere Richtung lenken und ich bin dankbar, sie bekommen zu haben.

Bei uns daheim geht es durchaus mal heiß zur Sache. Wenn die Laus und ich mal so richtig in Fahrt sind, dann fliegen durchaus auch mal verbal die Fetzen und keiner möchte von seinem Standpunkt abrücken. Unser Lausedame treibt es aber auch gerne mal so auf die Spitze, dass ich einfach nur noch sprachlos dastehe und mir denke, was für ein kleines Teufelchen da gerade vor mir steht.

Genau in solchen Situationen fällt es mir manchmal sehr schwer, adäquat zu reagieren. Oft gehen wir im Streit auseinander, bzw. ist die Situation so festgefahren, dass einer von uns Beiden als „Verlierer“ aus der ganzen Sache heraus geht. Sei es, dass ich nachgebe, oder so lange darauf bestehe, bis die Laus es dann doch tut, obwohl ich genau weiß, dass sie es nicht möchte.

Ich fühle mich in diesen Momenten sehr unwohl, da ich solche Machtspielereien eigentlich nicht mag. Natürlich bin ich die Mutter und habe die Aufgabe meine Tochter zu „erziehen“, doch um welchen Preis?
Drücke ich alles durch, habe ich vielleicht später ein über angepasstes Kind ins Leben entlassen, lasse ich alles durchgehen, ziehe ich einen kleinen Egoisten heran…..

Als ich vor einiger Zeit bei der Physiotherapie war, unterhielt ich mich mit dem Therapeuten genau über dieses Thema. Er erzählte mir, dass er mit seinen drei Kindern auch sehr oft in solchen Situationen war und gab mir einen tollen Tipp, den ich seither sehr gerne in unserer „Streitkultur“ beherzige. Wenn wir mal wieder an dem Punkt angelangt sind, wo die Situation zu kippen droht und mein geliebtes Teufelchen aus ihrem NEIN NEIN NEIN nicht mehr heraus findet, biete ich ihr ein kleines Hintertürchen an das ihr die Gelegenheit gibt, noch einmal ganz neu mit mir zu verhandeln. Ich sage ihr dann immer, dass sie bitte vor die Türe gehen- und mir eine friedliche Laus herein bringen soll. Zuerst konnte sie damit nichts anfangen. Sie tat zwar, was ich ihr sagte, wusste aber nicht was ich meine, bekam den Dreh aber ganz schnell heraus als sie merkte, dass das quasi ein Neuanfang für uns beide war und sie nicht die „Verliererin“ unseres Streits war.

Genau das war es, wonach ich lange gesucht hatte. So simpel und doch so wirkungsvoll. Wir haben damit schon einige Situationen um einiges friedlicher gelöst.

Wie schaut es bei euch daheim aus, habt ihr vielleicht auch ein paar tolle Ratschläge bekommen, die seither euer Leben mit Kindern bereichern?

Liebe Grüße von Nicole

Wir brauchen eine Freundin

Guten Abend ihr Lieben,

seit einigen Wochen, ich denke so ca. seit der Geburt der kleinen Laus, steckt unsere Große in einer, nein in DER berühmten Trotzfase. Ich habe schon von vielen Eltern gehört, dass sie eine Herausforderung sein wird und viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl erfordert, doch wenn dann noch Eifersucht und „auch wieder Baby sein wollen“ dazu komnt, dann ist das eine sehr explosive Mischung.

Momentan vergeht gerade kein Tag keine Stunde, in der wir nicht am diskutieren, zurechtweisen oder am die kleine Laus schützen sind und wir unser großes Teufelchen zähmen müssen und ich gebe es offen zu, manchmal stehe ich fassungslos vor meinem eigentlich so liebenswerten Kind und mir fehlen die Worte, was bei mir ja eher selten vorkommt. Ich will nicht klagen, eigentlich finde ich es ja schon spannend, wie sich die junge Dame ausprobiert, wie sie an ihre und auch unsere Grenzen geht, doch sehe ich in gewissen Situationen dann doch akuten Handlungsbedarf. Was aber, wenn wie so oft, das Wort von Mama und Papa nicht zählt, wenn einen vor Übermut funkelnde Augen anblinzeln und „Neiiiiiiiin, mach ich nich“ zum Lieblingssatz wird?
Auf die hoffentlich zündende Idee, wie wir vielleicht so manchen zukünftigen Konflikt entschärfen könnten, brachte mich heute mein Mann. Er putzte mit der Laus die Zähne und ließ den kleinen Wickinger auf der Zahnbürste sprechen. So unterhielten sich also Wicki und die Laus und plötzlich lief das Zähneputzen wie am Schnürchen. Seitdem Wicki da ist, scheinen viele Knackpunkte zwischen der Lausedame und uns schneller gelöst, offenbar braucht es ab und an mal wen, der vermittelt, wenn Mama und Papa mal wieder doof sind 😉

Also haben mein Mann und ich beschlossen, ein Experiment zu wagen. Seit einigen Jahren schon beäuge ich immer die „Living Puppets“, in welche man mit den eigenen Händen hinein schlüpfen kann um die Puppen zum „Leben“ zu erwecken. Sie werden sehr häufig in der Arbeit mit Kindern (Kindergarten, Arztpraxis, Therapiezentren) eingesetzt und, so habe ich zumindest gelesen, ganz große Erfolge damit erzielt.

Wir wollen unsere ♥Laus einfach liebevoll begleiten, ohne Druck und mit viel Verständnis und ich bin gespannt, wie es funktioniert. So hat die Laus einen gewissen Abstand zu uns, aber dennoch jemanden, der sie ab und an mal in die richtige Richtung führt, wenn Mama und Papa zu folgen mal wieder „out“ ist.

Sobald unsere neue Freundin bei uns eingetroffen ist, werde ich sie euch vorstellen und immer mal wieder berichten.

Liebe Grüße von Nicole

An alle allein erziehenden Mütter und Väter

Ihr Lieben,

während ich anfange euch diese Zeilen hier mit der App auf meinem Handy zu schreiben,  laufe ich mit einer kleinen Bauchweh-Laus in der Trage im Zimmer der großen Laus auf und ab und warte, bis diese in den Schlaf findet…der Lausepapa ist momentan außer Haus,  sich mal mit Freunden treffen.

Inzwischen sitze ich im Wohnzimmer,  musste mit der kleinen Laus das Schlafzimmer der großen Laus verlassen,  da diese wegen dem jammernden Bündel auf meinem Arm nicht zur Ruhe kam und ich höre aus dem Lausezimmer Weinen,  weil ich nicht bei ihr bin. Wir bleiben normalerweise immer bei unseren Kindern,  bis sie eingeschlafen sind, Schreien lassen gibt’s bei uns nicht,  doch heute ist es sehr schwierig, jedem gerecht zu werden,  denn die große Laus versteht noch nicht,  dass es manchmal Situationen gibt,  in denen eben mal der Eine zu Gunsten des Anderen zurückstecken muss und forderdert das Gewohnte wehement ein. An solchen Tagen fällt es mir manchmal wirklich sehr schwer an mich zu halten und nicht ungerecht zu werden. Ab einem gewissen „Genervtheitspegel“ rutscht mir dann auch ab und an eine etwas ruppigere Ermahnung heraus,  die mir dann hinterher auch leid tut,  denn die Große hat einfach ein Recht darauf bockig zu sein,  sich auszuprobieren,  Angst zu haben und ich habe da verdammt nochmal einfach da zu sein, ohne zu jammern, kleine Schwester hin oder her. Sie gilt es beide „unter einen Hut zu bringen“

Liebe allein erziehenden Eltern,  die ihr diese Szenen fast täglich habt, euch gilt mein großer Respekt. Vor euch ziehe ich ganz ehrfürchtig meinen Hut! Ihr seid wahre Superhelden, das wollte ich euch einfach mal gesagt haben!

Liebe Grüße von Nicole,  die es nun nach knappen 1, 5 Stunden doch noch geschafft hat,  die beiden Damen ins Land der Träume zu begleiten.

Ich beiß dich gleich!

Hallo zusammen 🙂

ich glaube, die kleine Laus erwacht so langsam aber sicher aus ihrem Dornröschenschlaf.

Bekomme ich doch vor ein paar Tagen die Info aus dem Kindergarten, dass sich die junge Dame seit neuestem zum Piranha gemausert hat und ihren Kameraden zeigt, was für kräftige Zähne sie hat, das hat mich doch schon ein wenig geschockt. Bei uns daheim war sie bisher doch immer recht zurückhaltend diesbezüglich, doch seit heute testest sie nun auch bei uns, wie weit sie gehen kann. Mit ihren knapp zwei Jahren begreift sie schon, dass wir das nicht gut finden, auch im Kindergarten zeigt sie sich nach einer Ermahnung seitens der Erzieher sichtlich geknickt, doch das hält sie dies nicht davon ab, es weiterhin zu tun. Als ich heute von der Arbeit heimkam (ich hatte vorher schon vom Lausepapa per Telefon erfahren, dass sie wieder gebissen hat) habe ich sie nach der Begrüßung gefragt, was denn heute im Kindi gewesen ist und bekam gleich die Antwort „Beißen“. Sie beschäftigt sich also schon mit dem Thema, lenkt aber gerne ab, wenn man das intensiver mit ihr besprechen will.

Nun die spannende Frage: Wie mache ich ihr das auf Dauer klar. Natürlich ist das eine Phase, die viele Kinder durchleben, doch möchten wir als Eltern da auch adäquat reagieren. Bisher haben wir es so gehandhabt, dass wir ihr kurz nach der „Tat“ gesagt haben, dass das nicht schön ist, dass das weh tut und das wir traurig sind, wenn sie alle beißt. Mir ist klar, dass sie als Jüngste in der Kita ihren Weg gehen muss, dass sie eben auch versucht sich zu behaupten und noch lernen muss, sich mit Worten „duchzubeißen“, drum sehe ich das nun erst einmal nicht wirklich so eng, sage ihr das aber natürlich nicht 🙂

Was denkt ihr?

LG von Nicole

5 Dinge, die dein Kind darf, andere aber nicht

Blogparade PusteblumenbabyHallo ihr Lieben,

ich bin schon seit einigen Wochen begeisterte Leserin von Pusteblumenbaby, einem liebevoll gestalteten Blog rund um das Thema Kinder und Erziehung. Ich freue mich immer sehr zu lesen, wie andere Menschen über Erziehung denken und wie sie sie praktizieren, denn so habe ich die Chance, viele meiner Fragen auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Im Grunde genommen handle ich viel nach meinem Gefühl, doch hole ich mir auch gerne die eine oder andere Anregung. Eine gute Gelegenheit, diese Wissbegierde zu stillen, ist die momentan laufende Blogparade bei Pusteblumenbaby und so möchte auch ich mich gerne in den Kreis dieser hoch interessanten Artikel einreihen und meine Sicht der Dinge schildern.

Was darf unser Lausekind so alles:

– In erster Linie darf die kleine Lady einfach mal Kind sein und wird von uns heiß und innig geliebt. Mir ist es wichtig, dass sie sich später an eine schöne Kindheit erinnert und das sie die Liebe, die wir ihr geben, dann auch einmal weiter geben kann.

– Ich erlaube meiner Tochter bewusst, dass sie sich in ihrem Ich ausprobiert, unartig ist, Mama und Papa auch mal doof findet, ihrem Ärger Luft macht und auch mal schmollend an einer Mahlzeit nicht teilnimmt.

– Die Laus darf ihre eigene Meinung haben, muss mir nicht nach dem Mund reden und ich bin ihr auch überhaupt nicht böse, wenn sie das auch offen kund tut. Ich bewundere Menschen die ausdrücken, was sie denken und würde mich sehr freuen, wenn meine Tochter diese tolle Eigenschaft auf ihren Lebensweg mit nimmt.

– Unser Herz darf sich im Kindergarten und auf dem Spielplatz schmutzig machen, denn wer schmutzig ist, der hatte garantiert viel Spaß und Freude und wer nasse Kleider im Beutel mit heim bringt, der hatte womöglich sogar noch tolle Abenteuer mit Pfützen und Matsch….war das nicht auch immer unser Traum?

– Ich freue mich, wenn die Lausedame mal versucht, eine ganze Nacht lang wach zu bleiben, vielleicht mit ihrer Freundin, mit Limo und Süßis, wie sie dann schlafend in der Tobeecke liegen, weil sie die Müdigkeit dann doch übermannt hat ♥

– Ich habe auch überhaupt kein Problem damit, wenn sie aussuchen möchte, was sie anzieht, auch wenn es meinen Geschmack nicht treffen sollte, wie sonst sollte sie ihren eigenen Stil finden? Ich habe das als Kind auch oft getan und wurde sogar, auch wenns ab und an dann doch etwas sehr gewöhnungsbedürftig war, recht positiv angesprochen und war unheimlich stolz.

Es gäbe noch so viel, was ich hier nennen könnte, doch das würde womöglich den Rahmen sprengen. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass wir unser kleines Lausekind so viel wie möglich selbst entscheiden- und ausprobieren lassen wollen. Wir möchten ihr lediglich ein paar Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie im großen Abenteuer Leben gut zurecht kommt, wie z. B. Liebe, Verständnis und Toleranz.

Natürlich gibt es aber auch Dinge, die ich nicht- oder nur bedingt gut heiße und dies auch so offen mit unserer Tochter besprechen werde, wenn das eine oder andere einmal zum Thema wird.

– Ich dulde keinen Rassismus, keine Gewalt und kein Mobbing, hier verstehe ich keinen Spaß und gehe da auch keine Kompromisse ein. Wir alle sind Menschen und sollten uns gegenseitig mit Respekt entgegen treten, auch wenn wir den einen oder anderen vielleicht nicht mögen.

Nun freue ich mich, die Artikel der anderen Teilnehmer zu lesen und würde mich auch sehr über regen Austausch mit meinen Lesern freuen. Wie ist das bei euch, was haltet ihr von meiner Einstellung?

Bis bald und liebe Grüße von Nicole