Schuluntersuchung

Hallo ihr Lieben,

am Mittwoch war es soweit, unsere große Laus hatte den Termin für Ihre Einschulungsuntersuchung. Als ich die Einladung dafür bekam, musste ich erst einmal mit dem Kopf schütteln, denn mit ihren 4,6 Jahren hat sich für mich der Gedanke, dass die Laus Ende des nächsten Jahres in die Schule kommen soll, nicht wirklich manifestiert. Weiterlesen

Der Onkel gibt dir Schokolade

Guten Abend zusammen,

als  wir gestern  mit den  Läusen  auf  Cachertour waren, hatten wir eine sehr  unangenehme  Begegnung, vor der  es  wohl allen Eltern graut. Die Begegnung  mit dem  „netten  Onkel  von  nebenan“.
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Rechtfertigungsfrust

Hallo zusammen,

seit ich Kinder habe, komme ich aus täglichen  Rechtfertigungsorgien nicht mehr heraus.
Warum darf sich  das Kind nicht bis zum Anschlag  mit Süßkram vollstopfen?
– Warum muss das  Kind  bei kaltem  Wetter ne Mütze  aufziehen und darf nicht strümpfig rumrennen?
– Warum müsst  ihr  schon  gehen
– Warum ist für  euch ne Feier  um 12 Uhr ungeschickt?
– Warum müssen  deine  Kinder ihr Essen gegessen  haben,  bevor  es Nachtisch  gibt?

Kennt ihr diese  Fragen  auch? Ertappt  ihr euch  auch  ständig  dabei, euch  zu  rechtfertigen  und  zu erklären?

Ganz am  Anfang  war ich  noch geduldig.  Jeder der fragte,  bekam eine  ausführliche  Antwort. „Süßkram muss  nicht  täglich  sein,  sorry, aber 20 Uhr ist für die Kinder spät,  Mitagsschlaf ständig  ausfallen  lassen  ist nicht  gut, …..blablablaaaa. Genau so gut  hätte  ich  an eine  Wand  reden können. Es vergeht  keine  Woche!!! in der ich mich nicht wiederholen  muss und neeeeein,  es sind nicht  immer unterschiedliche Menschen, die  da mit Verwunderung und Unverständnis  reagieren, es  sind IMMER die Selben und wisst ihr was? ES GEHT MIR MEEEEGA AUF DEN ZEIGER! So viel  Ignoranz, Desinteresse und  Oberflächlichkeit schreit  mal sowas von zum Himmel, dass ich nicht mehr  anders  kann…nein WILL…Ich muss euch einfach anpflaumen,  euch zeigen,  dass  mich eure Gleichgültigkeit ankotzt, jawoll,  ANKOTZT!

Lasst uns doch  einfach  machen. Unser  Nein  heißt  nein und damit Feierabend.  Unsere  Kinder, unsere  Erziehung! Statt dessen empfehle  ich  euch  dringend,  etwas gegen  euren  enormen „Gedächtnisverlust“ zu tun!

Ziemlich  genervte  Grüße  von der bösen  und  so intoleranten Mama Nicole

Betthimmel

Hallo ihr Lieben,

endlich ist es vollbracht. Meine Läuse haben einen schon lange geplanten und von mir so sehr gewünschten Betthimmel bekommen.

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Mir ist es sehr wichtig,  dass meine beiden Zicklein einen Ort haben,  an den die sich zurückziehen können und sich geborgen fühlen.

Der Himmel wurde aus zwei Vorhangsstangen und 5,5 m Baumwolle gefertigt und wenn der Stoff reicht,  werde ich auch den unteren Betthimmel damit verkleiden.

Gute Nacht meine zwei ♥

Ohne Gesichtsverlust

Hallo ihr Lieben,

in der Kindererziehung lernt man nie aus, das musste ich schon oft feststellen.
Ich bin ja sehr offen für Ratschläge, wenn sie so in meine Richtung passen. Oft sind es genau sie, die meinen etwas festgefahrenen Blickwinkel wieder in eine andere Richtung lenken und ich bin dankbar, sie bekommen zu haben.

Bei uns daheim geht es durchaus mal heiß zur Sache. Wenn die Laus und ich mal so richtig in Fahrt sind, dann fliegen durchaus auch mal verbal die Fetzen und keiner möchte von seinem Standpunkt abrücken. Unser Lausedame treibt es aber auch gerne mal so auf die Spitze, dass ich einfach nur noch sprachlos dastehe und mir denke, was für ein kleines Teufelchen da gerade vor mir steht.

Genau in solchen Situationen fällt es mir manchmal sehr schwer, adäquat zu reagieren. Oft gehen wir im Streit auseinander, bzw. ist die Situation so festgefahren, dass einer von uns Beiden als „Verlierer“ aus der ganzen Sache heraus geht. Sei es, dass ich nachgebe, oder so lange darauf bestehe, bis die Laus es dann doch tut, obwohl ich genau weiß, dass sie es nicht möchte.

Ich fühle mich in diesen Momenten sehr unwohl, da ich solche Machtspielereien eigentlich nicht mag. Natürlich bin ich die Mutter und habe die Aufgabe meine Tochter zu „erziehen“, doch um welchen Preis?
Drücke ich alles durch, habe ich vielleicht später ein über angepasstes Kind ins Leben entlassen, lasse ich alles durchgehen, ziehe ich einen kleinen Egoisten heran…..

Als ich vor einiger Zeit bei der Physiotherapie war, unterhielt ich mich mit dem Therapeuten genau über dieses Thema. Er erzählte mir, dass er mit seinen drei Kindern auch sehr oft in solchen Situationen war und gab mir einen tollen Tipp, den ich seither sehr gerne in unserer „Streitkultur“ beherzige. Wenn wir mal wieder an dem Punkt angelangt sind, wo die Situation zu kippen droht und mein geliebtes Teufelchen aus ihrem NEIN NEIN NEIN nicht mehr heraus findet, biete ich ihr ein kleines Hintertürchen an das ihr die Gelegenheit gibt, noch einmal ganz neu mit mir zu verhandeln. Ich sage ihr dann immer, dass sie bitte vor die Türe gehen- und mir eine friedliche Laus herein bringen soll. Zuerst konnte sie damit nichts anfangen. Sie tat zwar, was ich ihr sagte, wusste aber nicht was ich meine, bekam den Dreh aber ganz schnell heraus als sie merkte, dass das quasi ein Neuanfang für uns beide war und sie nicht die „Verliererin“ unseres Streits war.

Genau das war es, wonach ich lange gesucht hatte. So simpel und doch so wirkungsvoll. Wir haben damit schon einige Situationen um einiges friedlicher gelöst.

Wie schaut es bei euch daheim aus, habt ihr vielleicht auch ein paar tolle Ratschläge bekommen, die seither euer Leben mit Kindern bereichern?

Liebe Grüße von Nicole

Ostern

Hallo ihr Lieben,

um euch nun wieder ein wenig mehr am Familiengeschehen teilhaben zu lassen, möchte ich euch heute gerne ein wenig von unserem Osterfest berichten.

Mir sind für meine Kinder Feste und ihre Rituale sehr wichtig, genau wie ich sie auch als Kind hatte. Meine Kinder sollen genau so fröhlich an diese Festivitäten zurückdenken können um später auch ihren Lieben wieder etwas davon mitzugeben.

Leider ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, bedingt durch Facebook und co., dass viele Familien diese Feste gar nicht mehr so traditionell feiern wie früher, sondern nur noch Geschenke hinstellen und gut ist. Wenn ich mich da an unsere Osterfeste zurück erinnere, so waren diese von Vorfreude, Spannung, Ehrfurcht und Ausgelassenheit geprägt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese besondere Stimmung rein nur durch Geschenkübergabe herstellen kann.

Natürlich kann jeder feiern wie er möchte, doch haben mein Mann und ich uns dafür entschieden, dass auch unsere Kinder noch an den Osterhasen glauben dürfen, dass sie das Osterfest und seine Besonderheiten verstehen sollen, dass sie Eier suchen dürfen und es natürlich auch kleine Geschenke gibt.

So begann unser Ostermorgen nach einem leckeren Frühstück zuerst einmal mit dem Besuch des Ostergottesdienstes. Da ich persönlich jetzt nicht sooo bibelfest bin finde ich es sehr schön, dass meine Kinder dort vermittelt bekommen, was es mit Ostern auf sich hat und Ostern nicht einfach nur Geschenke abgreifen bedeutet, sondern weitaus mehr.

Wieder daheim, hatte uns dann auch der Osterhase besucht und die große Laus durfte endlich Eier suchen. Es war so wundervoll, wie aufgeregt sie war, wie ein Gummiball hüpfte sie durch den Garten und war nicht mehr zu bremsen.
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Da hatte der Osterhase ganze Arbeit geleistet doch im Nachhinein betrachtet denke ich, dass eine noch kleinere Kleinigkeit und Ostereier völlig ausreichend gewesen wären denn das schöne an meiner Lausedame ist, dass sie Geschenke noch nicht bewertet. Sie ist mit dem zufrieden was sie bekommt und ich hatte den Eindruck, dass ihr die Sucherei am Meisten Spaß gemacht hatte.

Nachdem wir dann noch bei Oma und Opa zum Mittagessen gewesen waren und den täglichen Mittagsschlaf abgehalten hatten, konnte es die Laus kaum erwarten, wieder in den Garten zu gehen, um ihre neuen Sandelsachen zu bespielen. Natürlich wurde da gleich lecker Eis gemacht, ein wenig mit Wasser gematscht und die ganze Nachbarschaft unterhalten 🙂
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Die Babylaus verstand zwar noch nicht wirklich, um was es ging, fand das lustige und bunte Treiben aber dennoch sehr spannend und trug mit ihrem Gebrabbel und ihrer spitzbübischen Art trotzdem ganz charmant zum Geschehen bei.

Nun liegen meine Lieblingsläuse im Bett, der Herr Gemahl übt morsen und ich habe es heute doch tatsächlich einmal geschafft, unseren Herrn Kater von meinem PC Stuhl zu vertreiben 🙂

Wie war euer Osterfest? Feiert ihr auch eher traditionell, oder ist euch eine andere / modernere Art des Feierns Lieber?

Liebe Grüße von Nicole

Anders als geplant

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch daran wie ich zum Thema Beikost neulich noch sagte,  dass auch die Babylaus,  genau wie die Große,  Brei bekommen wird und ich nicht so der Freund von Fingerfood bin?

Ja ja,  was interessiert mich mein blödes Geschwätz von gestern, da habe ich wohl bei meiner Rechnung einen den wichtigsten Faktor vergessen,  mein Kind!

Ich bin ein Mensch, der sehr ungern etwas dem Zufall überlässt und so hatte ich mir schon ausgemalt, wie die Beikosteinführung bei meinem Baby aussehen sollte. Genau wie bei meiner Großen stellte ich mir vor, dass das die große Liebe wird, vom ersten Löffel an, dass auch meine Kleine eine richtige Genießerin wird.
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Es kam der Tag, an dem ich dann den ersten Brei zubereitete, ganz klassisch, wie ich es von meiner Hebamme gelernt hatte. Dann der erste Löffel, massig Erwartung. Böhhhh!!! Bitte was, sie mochte den Brei nicht? Diese Tatsache brauchte mich nun komplett aus dem Konzept und ich war zuerst einmal ratlos, was bei mir eher selten vorkommt.

Nun gut, neuer Tag, neuer Versuch, doch auch dieser und der nächste und übernächste Versuch scheiterten. Die junge Dame streckte den Hals, würgte mit Müh und Not ein paar Bissen hinunter, von Genießen nicht die Spur. Vielmehr wurde es zum Kampf, hätte ich ihr den Mund unsanft mit dem Löffel öffnen müssen…So brach ich das Experiment erst einmal ab und lies ein paar Tage verstreichen.

Auch ein nächster Versuch brachte nichts und so überwand ich mich und gab der Babylaus eine Gurke in die Hand, an der sie lutschen konnte und siehe da, ein Strahlen huschte über ihr Gesicht. Aha, reif für die Beikost war sie also, das Interesse an Essen war definitiv da, doch hatte mein kleiner Gourmet offenbar ihre eigene Vorstellung, wie und was sie essen wollte. Mich hatte ja schon die Tatsache gewundert, dass sie uns jeden Bissen aus dem Mund schaute, ja sogar nach dem Brot oder sonstigem Essen griff und dann ihren Brei verschmähte.Also war der Lösungsansatz einfach ein anderer und ich musste mich völlig neu orientieren.

Wenn ich ehrlich bin, so habe ich mich noch immer nicht so wirklich in der neuen Situation eingelebt, war ich doch so sehr der Überzeugung, dass das alt bewährte immer so klappt, wie ich mir das vorgestellt hatte, doch sehe ich es für mich als neue Herausforderung dazu zu lernen. Wenn immer alles wie am Schnürchen laufen würde, wäre das Leben ja langweilig. Ich führe mir nun immer, wenn ich mit meinem „Schicksal“ hadere den Satz vor Augen, dass jeder Mensch anders ist, dass es schon seinen Grund hat, dass sie eben anders tickt als die Laus, dass sie einfach ein eigenständiger kleiner Mensch ist, der ganz genau weiß, was er möchte und was nicht. Ich muss ganz einfach weg vom alten Denken, von der ganz klassischen Breiernährung.

Wie war das bei euren Kindern? Haben sie gleich gerne gegessen? Gab es Brei oder BLW? Hattet ihr auch so unterschiedliche Kinder beim Thema Essen?

Bin auf eure Antworten gespannt.

Liebe Grüße von Nicole

Wir brauchen eine Freundin

Guten Abend ihr Lieben,

seit einigen Wochen, ich denke so ca. seit der Geburt der kleinen Laus, steckt unsere Große in einer, nein in DER berühmten Trotzfase. Ich habe schon von vielen Eltern gehört, dass sie eine Herausforderung sein wird und viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl erfordert, doch wenn dann noch Eifersucht und „auch wieder Baby sein wollen“ dazu komnt, dann ist das eine sehr explosive Mischung.

Momentan vergeht gerade kein Tag keine Stunde, in der wir nicht am diskutieren, zurechtweisen oder am die kleine Laus schützen sind und wir unser großes Teufelchen zähmen müssen und ich gebe es offen zu, manchmal stehe ich fassungslos vor meinem eigentlich so liebenswerten Kind und mir fehlen die Worte, was bei mir ja eher selten vorkommt. Ich will nicht klagen, eigentlich finde ich es ja schon spannend, wie sich die junge Dame ausprobiert, wie sie an ihre und auch unsere Grenzen geht, doch sehe ich in gewissen Situationen dann doch akuten Handlungsbedarf. Was aber, wenn wie so oft, das Wort von Mama und Papa nicht zählt, wenn einen vor Übermut funkelnde Augen anblinzeln und „Neiiiiiiiin, mach ich nich“ zum Lieblingssatz wird?
Auf die hoffentlich zündende Idee, wie wir vielleicht so manchen zukünftigen Konflikt entschärfen könnten, brachte mich heute mein Mann. Er putzte mit der Laus die Zähne und ließ den kleinen Wickinger auf der Zahnbürste sprechen. So unterhielten sich also Wicki und die Laus und plötzlich lief das Zähneputzen wie am Schnürchen. Seitdem Wicki da ist, scheinen viele Knackpunkte zwischen der Lausedame und uns schneller gelöst, offenbar braucht es ab und an mal wen, der vermittelt, wenn Mama und Papa mal wieder doof sind 😉

Also haben mein Mann und ich beschlossen, ein Experiment zu wagen. Seit einigen Jahren schon beäuge ich immer die „Living Puppets“, in welche man mit den eigenen Händen hinein schlüpfen kann um die Puppen zum „Leben“ zu erwecken. Sie werden sehr häufig in der Arbeit mit Kindern (Kindergarten, Arztpraxis, Therapiezentren) eingesetzt und, so habe ich zumindest gelesen, ganz große Erfolge damit erzielt.

Wir wollen unsere ♥Laus einfach liebevoll begleiten, ohne Druck und mit viel Verständnis und ich bin gespannt, wie es funktioniert. So hat die Laus einen gewissen Abstand zu uns, aber dennoch jemanden, der sie ab und an mal in die richtige Richtung führt, wenn Mama und Papa zu folgen mal wieder „out“ ist.

Sobald unsere neue Freundin bei uns eingetroffen ist, werde ich sie euch vorstellen und immer mal wieder berichten.

Liebe Grüße von Nicole