Vorsorgeuntersuchungen und ihre Folgen. Lasst euch nicht so verunsichern, wie ich es tat.

Hallo ihr Lieben,

bald sind die ersten 3 Monate meiner dritten Schwangerschaft geschafft und sie waren lange nicht so unbeschwert, wie die meiner beiden Läuse. Vielmehr saß mir diesmal die Angst im Nacken.

Dies liegt mit Sicherheit zum Einen an den beiden sehr frühen Fehlgeburten und zum Anderen an der Inkompetenz und Sturheit meines Gynäkologen, mit welchem ich bei den Mädels eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht hatte (mal abgesehen von seinen Launen und seiner negativen Einstellung gegenüber Hebammen).
Bisher waren die Besuche bei ihm immer sehr vernünftig.  Er akzeptierte, dass ich meine eigene Einstellung zu bestimmten Themen hatte und ich ließ ihn sein Fachchinesisch referieren und drückte ob seiner teilweise sehr altmodischen Einstellung oft beide Augen zu. 
Diesmal war aber alles anders. Beim ersten Besuch,  zur Feststellung der Schwangerschaft, machte er mir wenig Hoffnung, dass das Kind normal entwickelt sei, sprach sogar von einer möglichen Fehlgeburt und gab mir zu verstehen, dass meine (KORREKTEN) Angaben definitiv nicht stimmen können. Eine Blutuntersuchung ergab dann, dass der Wert des Schwangerschaftshormons HCG durchaus zu meinen Angaben passte und ich bekam Tabletten verschrieben, die die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Fehlgeburt verringern sollten.

Nach einer Woche, in welcher er der Entwicklung eine Chance geben wollte, spielte sich ein ähnliches Szenario ab. Das Kind ist viel zu klein, Ihre Angaben stimmen nicht. Die Helferinnen trugen aber, ohne den Arzt zu fragen, trotzdem die korrekte Schwangeschaftswoche in den Mutterpass. Den nächsten Termin bekam ich,  wie bei NORMAL verlaufenden Schwangerschaften üblich, vier Wochen später!!!

Da stand ich nun und das Kopflino gab alles, um mich in den Wahnsinn zu treiben. Dr. Google war mein neuer Freund und von meinem sonst so gut funktionierenden Instinkt trennte ich mich komplett. Angst, Unsicherheit und Verzweiflung begleiteten mich 1,5 Wochen, bis ich völlig entnervt um einen Kontrolltermin beim Arzt bat. 

Zuerst bekam ich von den Damen gesagt, dass sie meine Angst verstehen, ich dann aber den Ultraschall selbst bezahlen müsse, womit ich einverstanden war. Einen Satz später wurde mir aber verkündet, dass die Woche eh kein Termin mehr frei wäre, hallo?! Ich bin kein Typ, der wegen jedem Pups zum Doc rennt und so hat mich die Praxis, in welcher ich seit 17! Jahren bin, auch nicht kennen gelernt und dann sowas?

Am Wochenende darauf, wurden meine Ängste so stark, dass ich in meiner Verzweiflung beschloss, ins Krankenhaus zu fahren, um endlich zu wissen, ob es dem Baby gut geht, denn weitere 1,5 Wochen mit Kindern, Job und diesen Ängsten, gingen definitiv nicht.

Die Ärztin in der Klinik war Gott sei Dank sehr freundlich und verständnisvoll und nahm sich sehr viel Zeit für mich. Sie untersuchte sorgfältig,  sagte mir gleich,  dass das Herzchen schlägt und schallte sehr sorgfältig und ermittelte alle Maße.  

Ihre Schwangerschaft ist völlig normal, das Baby ist zeitgerecht entwickelt, alles gut! Machen Sie sich keine Sorgen mehr und versuchen Sie, Ihre Schwangerschaft wieder zu genießen!

Mir fiel ein Felsbrocken vom Herzen! 

Bald sehe ich meinen Arzt zur Vorsorge wieder und werde ihm sagen, dass ich sein Verhalten ziemlich unglücklich fand und ich mir für die weitere Schwangerschaft wieder etwas mehr Sicherheit und vorallem Ernsthaftigkeit wünsche. 

Passt alle gut auf euch auf und versucht mehr auf euer Gefühl zu hören und lasst euch nicht so schnell Angst einjagen.

LG von Nicole