Wir alle sollten herzliche Paten sein!

Hallo ihr Lieben,

machte ich mir bis vor Kurzem, so muss ich zu meiner großen Schande gestehen, wenig Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen, so traf es mich beim Lesen eines Textes aus dem Internet wie ein Blitz. Dieser Text war zwar nur fiktiv, spiegelte aber sehr gut wieder, was viele Menschen aktuell durchmachen müssen die nicht das Glück haben, in einem so „friedlichen“ Land wie dem unseren zu leben.

Hier bei uns suchen gerade Menschen Hilfe, die um ihr Leben fürchten, die Familienmitglieder verloren haben, denen ihr Dach über dem Kopf zerbombt wurde. Sie sind auf Booten geflüchtet, ihre weinenden Kinder in den Armen mit der Ungewissheit, ob sie dieses Martyrium jemals überleben würden. Und wir? Wir kümmern uns nicht, uns lässt das kalt? Viele von uns wehren sich sogar noch, diesen Menschen Hilfe zu gewähren, sie protestieren sogar noch gegen sie und greifen sie an? Ist das wirklich euer Ernst? Ihr solltet euch in Grund und Boden schämen überhaupt nur einen so abstrusen Gedanken zu hegen.

Statt hier nur auf hohem Niveau zu jammern, wie viel uns diese armen Menschen doch wegnehmen, sollten wir lieber mal überlegen, wie gut wir es eigentlich haben und das uns kein Zacken aus der Krone brechen würde, keinem von uns, all den Hilfe suchenden Menschen nach unseren Möglichkeiten, das Leben hier so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nun werden einige sagen, dass sie selbst nichts hätten, doch das lasse ich nicht gelten. Wir ALLE haben etwas, dass wir geben können. Unser Herz! All die Menschen, die hier zu uns gekommen sind, wollten nicht unser Geld oder unsere Häuser rauben. Sie wollten einfach nur Frieden und ihre Familien in Sicherheit haben, morgens aufwachen ohne Angst vor Gewalt und Hass. Doch dieser schlägt ihnen nun auch hier, und dafür schäme ich mich zutiefst, entgegen. Eine Schande!

Eigentlich wäre es doch so einfach etwas zu geben. Jede Familie, jede allein stehende Person könnte eine Patenschaft für einen Hilfe suchenden Menschen übernehmen. Jeder könnte das geben, was er gut entbehren könnte und das würde, in Anbetracht dessen, mit wie wenig Menschen aus Kriegsgebieten auskommen müssen, eine ganze Menge sein. Seien es Kleider, etwas zum Essen, ein nettes Gespräch, Begleitung zu Behörden, Vermittlung von Arbeit, Spielsachen für Kinder…ach es gibt so viel, dass wir alle geben können.

Natürlich ist mir klar, dass dieses Patenmodell nicht so ohne Weiteres funktionieren kann, ohne das es in irgend einer Form koordiniert wird, da natürlich auch hier ein Missbrauch nicht ausgeschlossen ist, doch fände ich es schön, wenn so eine Idee weiter gedacht werden würde und sich diesbezüglich noch einiges in unserem Land tun würde. Wir reden hier von Menschen wie du und ich. Menschen in Not!

Sehr nachdenkliche Grüße von Nicole