Hallo ihr Lieben,
da die kleine Laus nun so langsam eine große junge Dame wird und aus vielen Dingen herauswächst, wie z. B. ihrem aktuellen Schlafsack dachte ich, ich berichte euch einmal, wie wir das die letzten Monate so gehandhabt haben- und handhaben werden.
Als “Neu-Eltern” wird man ja in vielerlei Hinsicht oft ins kalte Wasser geworfen oder mit so vielen gut gemeinten Ratschlägen überhäuft, dass man am Ende oft nicht weiß, was nun richtig oder falsch ist. So war das auch bei uns. Zum Thema Babyschlaf hatten wir so viele Informationen bekommen, die uns z. T. einleuchteten, aber viele eben auch nicht. Wie warm muss das Zimmer sein, Decke / Kissen ja oder nein, Schlafsack? Wenn ja, wie dick? Wie lange? Warum überhaupt? Fragen über Fragen, die wir uns letztendlich versucht haben, selbst zu beantworten.
Für mich stand von vorne herein fest, dass ich mein Kind- entgegen der allgemein kursierenden Meinung, in eine “Hülle” legen wollte. Ich stellte es mir grausam vor, mein frisch geborenes Baby in ein kahles Bettchen zu legen, dass weder Schleier, noch Nestchen oder sonst etwas hatte. Also wog ich die Risiken und den Nutzen ab, indem ich die ersten Tage einfach viel beobachtete, wie sich das Kleine Lausekind im Schlaf verhält etc. und beschloss für mich, sowohl einen Himmel, als auch ein Nestchen zu verwenden. Viele werden nun die Hände überm Kopf zusammen schlagen doch war ich mir in meiner Entscheidung so absolut sicher, dass mir die vielen anderen Meinungen nicht mehr interessierten. Ich finde es sehr wichtig, dass ein Kind in Geborgenheit schläft, die kann ein nacktes Bettchen einfach nicht bieten und wenn das Kind nicht im Elternbett schlafen möchte, dann bleibt eben nur die Alternative, das Bettchen so heimelig wie möglich zu gestalten.
Die ersten Wochen wurde die kleine Laus gepuckt, mit einer Wolldecke, da es so langsam auf den Herbst zuging und lag in ihrem Beistellbettchen direkt neben mir im relativ kühlen Schlafzimmer. Als sie mit ca. drei vier Monaten doch recht kräftig war und die Puckdecke von selbst entfernen konnte, hat sie statt dieser einen Schlafsack bekommen und darunter einen langärmeligen Body und Schlafanzug. Das Beistellbettchen war mit einem “Rundum-Nestchen” ausgestattet und hatte einen Himmel aus Organzastoff. Da die Laus eine recht ruhige Schläferin war, machte ich mir da überhaupt keine Sorgen, denn sie drehte sich weder auf die Seite, noch konnte sie den Schleier zu sich herein ziehen. Ansonsten befand sich nichts im Bett. Weder Kuscheltiere, noch sonstige Tücher oder Schmusedecken, da die mir wesentlich gefährlicher erschienen wg. der Erstickungsgefahr. Nur ein Spucktuch unterm Kopf, gut befestigt, damit die Matratze ein wenig geschont war.
Mit ca. 14 Monaten haben wir das Lausekind dann an ihr eigenes Zimmer und ihr neues, großes “Gitterbettchen” gewöhnt, da ihr das Beistellbettchen einfach zu klein geworden ist, doch ansonsten haben wir nichts verändert. Weiterhin hatte sie einen Betthimmel, am Kopfende ein Nestchen und durfte in ihrem Schlafsack schlafen, den sie sehr gerne zu haben schien. Für die ersten Wochen habe ich ihr lediglich ein mit Dinkelspelzen gefülltes Stillkissen als Umrandung ans Kopfende gelegt, um sie in diesem großen Bettchen ein wenig zu begrenzen um ihr die Umstellung vom kleinen- auf das große Bett etwas angenehmer zu gestalten. Dieses Kissen lässt sich nämlich wunderbar formen, ist durch die luftige Füllung sehr atmungsaktiv, auch wenn das Kind einmal sein Näschen reinbohren sollte
Auch jetzt, wo es an der Zeit ist, sich über die weitere Schlafumgebung Gedanken zu machen, weil der Schlafsack so langsam aber sicher zu klein wird steht für mich fest, dass es weiterhin ein Schlafsack fürs Lausekind sein soll, da er mir momentan einfach noch am Besten erscheint. Wenn ich mich nicht täusche, dann habe ich neulich eine Empfehlung gelesen, dass man Kindern mindestens drei Jahre einen Schlafsack, anstatt einer Decke geben soll um die Gefahr auszuschließen, dass sich das Kind in der Decke verfängt und so ersticken könnte. Lediglich ein ganz flaches Kissen habe ich ihr ins Bettchen gelegt, damit sie nicht auf der ganz nackten Matratze liegen muss.
Also habe ich mich vor einigen Tagen auf die Suche nach einem neuen Schlafsack gemacht und da gute Schlafsäcke ihren Preis haben, habe ich mich auf das Vergleichsportal meines Vertrauens begeben um nach den gewünschten Artikeln zu schauen. Somit bin ich sowohl beim Schlafsack, als auch beim Schlafanzug recht schnell fündig geworden und habe so der kleinen Laus binnen kurzer Zeit ein komplett neues Bettoutfit zu einem unschlagbaren Preis beschert
Nun werde ich mal abwarten, wie es im Winter ausschaut. Wenn es heftig kalt werden sollte und der Schlafsack nicht ausreicht, dann werde ich das mit der Decke mal testen, ansonsten warte ich ab, wie lange die Laus in ihrem Kuschelsack zufrieden ist
Folgende Infos finde ich für frisch gebackene oder zukünftige Eltern wichtig:
-Das Kind viel beobachten, wie verhält es sich im Schlaf
-Wenn ein Nestchen verwendet wird dann darauf achten, dass es gut befestigt ist
-Betthimmel so anbringen, dass ihn das Kind nicht zu sich hereinziehen kann
-Keine Stofftiere oder Kuscheltücher mit ins Bett
-Schlafsack anstatt einer Decke verwenden
-Kein Kissen verwenden
-Temperaturen nie mehr als 17 bis 18 Grad im Schlafzimmer, lieber nen langärmeligen Body und dicken Schlafanzug anziehen wenn es kalt ist.
-Vor der Schlafenszeit ausgiebig lüften
-Rauchfreie Umgebung!!!
-Die Matratze am Morgen aufstellen um etwaigen Nässestau durch Atemluft und somit Schimmel zu vermeiden.
Nun wünsche ich auch euch und euren Zwergen einen angenehmen Schlaf und hoffe, dass den Frischlingen unter den Eltern hier einige Fragen beantwortet werden konnten!!!
LG von Nicole